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Bedeutung & Geschichte des Internets

Heutzutage ist das Internet nicht mehr wegzudenken. Längst beherrscht es alle Bereiche des Lebens, ob privat oder beruflich, zum Austausch oder zur Recherche. Es ist als Beschleuniger der digitalen Revolution zum alltäglichen Allgemeingut avanciert und gehört inzwischen zum Leben wie warmes Wasser. Der Begriff “Internet” kommt aus dem Englischen “internetwork”, wörtlich übersetzt “Zwischennetzwerk”, umgangssprachlich auch “Netz” genannt. Ursprünglich bezieht sich der Anglizismus auf die Vernetzung von großen Rechnern zum Daten- und Informationsaustausch. Es wird definiert als globaler Bund von Computernetzwerken, die unabhängig agieren. Internetprotokolle ermöglichen den Austausch von Daten. 1996 wurde es als eigenständiger Name dem Duden hinzugefügt.

Die vier historischen Phasen

Die Geschichte des Internets kann in vier prägende Phasen unterteilt werden. Sie beginnt 1969 und geht bis heute weiter.

1969–1983: Vorläufer Arpanet

Ende der sechziger Jahre bestand das ursprüngliche Ziel darin, große Rechner in Forschungsinstitutionen und an Hochschulen in den USA via das von der US Airforce in Auftrag gegebene Arpanet (Advanced Research Projects Agency Network) miteinander zu vernetzen und die Rechenleistung zu steigern. Entwickelt wurde das Arpanet am Massachusetts Institute of Technology. Zunächst lag das Hauptaugenmerk der Nutzung auf dem Email-Verkehr. Angeblich sollte so in der Zeit des Kalten Krieges eine reibungslose Kommunikation im Falle eines Atomschlags gewährleistet werden.

1981–1993: TCP/IP, DNS und Usenet

Das Fundament heutiger Internetverbindungen geht in die frühen 1980er Jahre zurück, als TCP/ IP und DNS auftauchten. Die Protokolle des Arpanet wurden auf diese Internetprotokolle umgestellt. Immer mehr Universitäten fanden Verwendung für das Internet. Es expandierte über die USA hinaus. Als Erfinder des Internets gelten Robert E. Kahn und Vinton G. Cerf, die in den 1970er Jahren die Vorläufer von TCP entwarfen. 1986 wurde “.de” ins Leben gerufen, und was anfänglich Suchmaschinen wie Yahoo und Lycos übernahmen, ist seit 1998 in den Händen von Google.

Ab 1989: Kommerzialisierung und das WWW

1990 beschloss die National Science Foundation der USA, das Internet für kommerzielle Zwecke zu nutzen. Tim Berners-Lee entwickelte 1989 die Grundlagen des World Wide Web (HTML). Mit der Einführung des ersten Webbrowsers Mosaic, der Grafiken darstellen konnte, begann das Internet zu florieren. Mosaic wird als “Killerapplikation” tituliert, da er alles in den Schatten stellte. Während das Arpanet der Vorläufer des Internets war, gilt das Usenet als frühe Version des World Wide Web.

2003 bis heute: Web 2.0 und die Cloud

Willkommen im digitalen Zeitalter! Heute prägen Social-Media-Anwendungen wie Facebook das Internet. Es geht hauptsächlich um “user-generated content”. Daher wird es auch als “Internet der Dinge” bezeichnet. Längst floriert das Internet auf mobilen Geräten wie Smartphones, wo Apps Hochkonjunktur haben. Audiovisuelle Medien im Internet gewinnen zunehmend an Bedeutung. Kulturell wird der Erfindung des Internets in Bezug auf die Umwälzung des Informationswesens eine ähnliche Bedeutung zugesprochen wie die Erfindung des Buchdrucks. 2013 beschloss der Bundesgerichtshof, dass für private Personen das Internet eine Lebensgrundlage darstelle. Neue Berufszweige wie der Online-Journalismus entstanden. Die Bandbreite reicht von Bloggern über Youtube-Stars bis zu Influencern. Daten online in der Cloud zu speichern ist kein Novum mehr. Das Web 2.0 fokussiert die Interaktivität des Internets.

Ausblick: Die Zukunft des Internets

Die reiche Geschichte und der rasante Fortschritt des Internets veranschaulichen die Vielfalt an Möglichkeiten und Vereinfachungen für das alltägliche Leben. Dennoch birgt die zunehmende Abhängigkeit von Technik Risiken wie Cyberkriminalität oder Totalüberwachung. In der Medizin wird der technologische Fortschritt positive Errungenschaften hervorbringen. Ein Leben ohne Internet ist heute undenkbar. In Zukunft wird das Internet eine noch bedeutendere Rolle einnehmen. Man denke an Begriffe wie Wirtschaft 4.0 oder Smart-City.

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